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Wirtschaftsforum 2011
Donnerstag, 22.09.2011Tipps zu Personalentwicklung und (betrieblicher) Energie-Effizienz
beim Donnersberger Wirtschaftsforum in St. Alban
„Kampf um Köpfe“, war das Stichwort unter dem Wirtschaftsredakteur Gerhard Hohmann beim 10. Wirtschaftsforum Donnersberger Land als Hauptreferent wichtige Hinweise zum Personalmanagement gab. Das Thema Energie-Effizienz bildete bei der Veranstaltung im Bürgerhaus von St. Alban einen weiteren Schwerpunkt.
Begrüßt wurden rund 100 Gäste vom Gründer der seit 1998 in St. Alban ansässigen Bio-Solar-Haus GmbH, Klaus Becher. Er schilderte kurz die - nach anfänglicher Skepsis - gestartete Erfolgsgeschichte des Unternehmens, das äußerst energie-effiziente Wohnhäuser nach neuartigem Bausystem herstellt und vertreibt. Es habe aktuell 16 Mitarbeiter, Kunden in ganz Deutschland und Teilen Europas und volle Auftragsbücher, wurde berichtetet. Er fühle sich wohl in einem innovativen Umfeld, wo auf alternative Energien und umweltfreundliche Verfahren gesetzt wird, betonte Becher. Vor der Konferenz bestand das Angebot, den „Sonnenpark“ der Firma zu besichtigen.
Landrat Werner ging mit den Worten St. Alban sei „Keimzelle für Innovationen“ auf die Ausführungen des Vorredners ein und betonte, dass mit alternativer Energieerzeugung und Wohnungsbau à la Becher die Wertschöpfung in der Region bleibe. Aktuell 19.279 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte im Landkreis bedeute eine Steigerung um 4,1 % gegenüber 2010, stellte er erfreut fest. Auch die Tatsache, dass Betriebe wie BorgWarner, Schramm und Mobotix erweitern wollen, sei ein gutes Zeichen. Die kürzlich gestartete Fachoberschule in Göllheim ergänze das schulische Angebot und bilde potentielles Personal für hier ansässige Unternehmen aus. Der Kreis investiere jährlich große Summen in Sanierung und Ausstattung von Schulgebäuden, hieß es, wobei besonders der Umbau des Nordpfalzgymnasiums zum Passivhaus zu Buche schlage.
Der effiziente Energie-Einsatz sei auch für Unternehmen ein immer bedeutsamer werdender Kostenfaktor, stellte der Landrat heraus und appellierte: „Nehmen Sie sich Zeit, um Einsparpotentiale zu eruieren!“ Dazu wies er auf bestehende Förderprogramme des Landes Rheinland-Pfalz hin. Werner kündigte die Einführung einer Energie-Müll-Tonne ab 2012 (auch für Gewerbebetriebe) an und zugleich eine Kostensenkung bei den Müllgebühren.
Mit seinem Vortrag „Kampf um Köpfe“ ging Gerhard Hohmann auf Strategien gegen drohenden (und z. T. bereits beklagten) Facharbeiter-Mangel ein. Umfragen zufolge sehen 71 % der deutschen Unternehmen Personalprobleme ab 2020. Bis 2030 werde die Unterbeschäftigung - wenn nichts geschieht - einen Verlust an Wirtschaftswachstum von 4,6 Milliarden € hervorrufen. Es sei also höchste Zeit zum Gegensteuern, mahnte Hohmann und nannte etliche Möglichkeiten, die individuell anzuwenden sind. Prinzipiell sollten Betriebe auf gute Außenwirkung bedacht sein, Karrieren fördern, Beteiligungsmodelle und Firmen-Partnerschaften überdenken.
Gemäß dem Motto: „Früher wählten Sie Ihr Personal aus, künftig suchen sich Mitarbeiter die attraktivsten Betriebe“, werde das Image eines Unternehmens (auch im Bereich Familienfreundlichkeit) immer wichtiger. Zu einer weitsichtigen Personalpolitik gehörten Fragestellungen wie: Wen kann ich fortbilden, wen (auch an ausländischen Fachkräften) von außen holen? Was können wir selbst erledigen, was auslagern? Welcher ältere Mitarbeiter geht wann in Rente? Unter den neuen Vorzeichen gelte es, die Personalpolitik an den Mitarbeiten auszurichten, Lust am Job zu wecken, gute Kräfte an den Betrieb zu binden und die Arbeitszeiten möglichst flexibel zu halten. Weil die Menschen künftig länger im Beruf bleiben, seien auch betrieblicherseits Gesundheitsvorkehrungen zu treffen.
Sparkasse Donnersberg und Volksbank Alzey, die das Wirtschaftsforum traditionell unterstützen, waren bei der Veranstaltung mit Günther Bolinius und Sabrina Gerlach-Goll vertreten. In Kurzinterviews gaben sie Auskunft zur Personalpolitik beider Regionalbanken und darüber, welche Ratschläge sie gewerblichen Kunden in Sachen Zukunftsfähigkeit geben.
Standortmagazin vorgestellt
Um potentiellen Unternehmensgründern Vorteile des Wirtschaftsstandorts Donnersberger Land zu schildern, hat der neomedia-Verlag im Auftrag des Donnersbergkreises ein Standortmagazin herausgegeben. Die 60 Seiten umfassende Broschüre wurde beim Wirtschaftsforum in St. Alban verteilt und von Benedikt Blanz (Ansprechpartner für Wirtschaftsförderung im Kreishaus) vorgestellt.
Das Magazin konnte mit Unterstützung der Sparkasse Donnersberg realisiert werden. Es zeigt - auch in englischer Sprache - auf, dass es sich hierzulande gut arbeiten und leben lässt. Es wird künftig auf Gründermessen verteilt und ein aus der Druckfassung entwickelter Imagefilm wird alsbald hier eingestellt werden. Im Heft genannt sind Kontaktadressen zu den Verbandsgemeinden, die über insgesamt 53 Hektar freie Gewerbeflächen verfügen.
Es wird ausgeführt, dass im Landkreis viele Ausbildungswege möglich sind und die Initiative „Job aktiv“ für berufliche Fortbildung sorgt. Außerdem ist von Gründerberatung und Unterstützung durch die SeniorExperts zu lesen, ebenso von Innovationen im Zusammenwirken mit Hochschulen. Überzeugende „Werbung“ für den Standort leisten Portraits hier ansässiger Unternehmen sowie Prominente, die persönliche Eindrücke schildern. Und schließlich fließen Argumente wie gute medizinische Versorgung, Kulturangebot sowie Wohn- und Erholungswert mit ein.
Die Boschüre können Sie hier als PDF und als E-Book abrufen. Auch können Sie gerne druckfrische Exemplare bei uns kostenlos bestellen, z.B. für den Messeauftritt Ihres Unternehmens.
Ihr Ansprechpartner für die Wirtschaftsförderung:
Kreisverwaltung Donnersbergkreis
Wirtschaftsförderung
Uhlandstr. 2
67292 Kirchheimbolanden
Benedikt Blanz
Tel. 06352 / 710-126
Fax 06352 / 710-262
E-Mail:
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