Mit eigenen Methoden vorangehn

Drucken Mittwoch, 22.08.2012

Ministerin lobt Donnersberger Wirtschaftsinitiativen

 

Logo der Firma KKSDer Familienbetrieb KKS GmbH in Kirchheimbolanden war Gastgeber fürs Donnersberger Wirtschaftsforum 2012. Deren geschäftsführender Gesellschafter, Dr. Wolfgang Sauer, begrüßte im eigens aufgestellten „Sommerzelt“ eine große Gästeschar und insbesondere Wirtschaftsministerin Evelyn Lemke, die später zum Stichwort Ausbildung und Fachkräfte eine „feurige“ Rede hielt.

 

Dr. Sauer gab mit launigen Worten Einblicke in die Firmenchronik. Unter dem Slogan „Wir machen den Geschmack - seit 1952“ werden bei KKS mit derzeit 36 Mitarbeitern Gewürzmixturen und funktionale Zusatzstoffe entwickelt, getestet und gemischt. Er deutete an, dass das gut aufgestellte Unternehmen wohl auch in 4. Generation in Familienhand bleiben werde und bisher keinen Fachkräftemangel zu beklagen habe.

 

Landrat Werner griff aktuelle Wirtschafstrends auf, bedauerte den leichten Anstieg der Arbeitslosenzahlen im Landkreis und hob den Anstieg sozialversicherungspflichtiger Beschäftigungen hervor. „Es gibt keine neue Krise 2012“, bekräftigte der Landrat und bezifferte die Wirtschaftsinvestitionen des laufenden Jahres auf rund 50 Mio. €, wovon ein Großteil auf Windkraftanlagen sowie Ausstattungen bei Gienanth und Dyckerhoff entfallen. Im Vorjahr hätten die Firmen Mobotix, Schramm und BorgWarner etwa 20 Mio. € für Erweiterungen investiert. Im Sinne des Wirtschaftsforums sorge man im Donnersberger Land für ein Umfeld, das Großunternehmen bis Handwerksbetrieben zupass komme. Mit Applaus wurde der Hinweis auf die Initiative „Job aktiv“ bedacht, die unter der Ägide von Gerda Gauer für bedarfsgerechte Fortbildung von Arbeitnehmern sorgt. Kurz stellte Werner das neue Netzwerk „Turbo-Cluster“ vor, dem sich weitere Betriebe anschließen könnten. Zum Aspekt Fachkräfte der Zukunft sprach er die Möglichkeit wirtschafsnaher Studiengänge an.

 

Das Wirtschaftsforum sei ein probates Instrument, sich „von lokalen Trends unbeeindruckt und ideereich“ auf Neues einzustellen, urteilte Wirtschaftsministerin Evelyn Lemke. Als Aktivposten kontra Facharbeitermangel nannte sie fünf Personengruppen, denen Augenmerk zu schenken sei. So könnten in Rheinland-Pfalz um die 10.000 Menschen mit ausländischen Berufsabschlüssen fortgebildet werden. Mehr Behinderte könne man gezielt (wie bei Vorreiter Böhriger, Ingelheim praktiziert) in den Arbeitsprozess integrieren. Bei flexiblen Arbeitszeiten kämen gut ausgebildete Frauen mit Kindern zum Zuge und Personen im Rentenalter sollten - wenn gewünscht - als Senior-Partner für junge Teams im Betrieb tätig bleiben.

 

Beispiele zeigten, dass sogar problematische Jugendliche durch intensive Betreuung eine Ausbildung schaffen können. Dies sei für Firmen eine ebensolche Herausforderung wie das Sicheinstellen auf eine lebensphasen-orientierte Personalpolitik. Beim Anwerben von Fachkräften zähle neben dem Arbeitsplatz an sich die Lebensqualität im Umfeld, bekräftigte die Ministerin und ergänzte wörtlich: „Im Donnersbergkreis haben Sie doch alles, was das Leben schön macht.“

 

»Aspekte und Perspektiven 2012

 

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